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Schichtarbeit-Schlafstörung
Shift Work Sleep Disorder
Zu arbeiten, wenn der Körper auf Schlaf eingestellt ist, bringt die innere Uhr aus dem Takt: Schlaf, der tagsüber nicht kommt, Schläfrigkeit, die nachts kommt.
Betroffene Fahrer haben ein geschätztes Unfallrisiko rund dreimal höher als der Durchschnitt, deutlicher als das Risiko durch Apnoen oder Insomnie.
Nacht- oder Wechselschichten erzwingen Wachheit im biologischen Fenster des Schlafs und Schlaf im Fenster des Wachens. Die innere Uhr passt sich nicht vollständig an: ein chronisches Ungleichgewicht bleibt zwischen dem, was der Körper verlangt, und dem, was die Schicht auferlegt.
Der gefährlichste Moment ist der Arbeitsweg nach der Schicht, der auf den tiefsten Punkt des zirkadianen Rhythmus fällt, nachts oder im Morgengrauen, wenn die Wachheit ihr Minimum erreicht. Es ist eine der vorhersehbarsten und damit am besten vermeidbaren Risikosituationen.
Das ist der berufliche Blickwinkel des Projekts: Schichten, Flotten, Arbeitswege. Genau der Boden, auf dem gezielte Prävention, und Partner wie die SUVA, wirklich etwas bewirken können.