
Drive Awake · Wissenschaftlicher Partner
Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich erforscht, wie sich Schlafentzug messbar machen lässt. Hier ist Schläfrigkeit nicht nur ein Eindruck: Sie beginnt, eine biologische Spur zu hinterlassen.
Knoten veröffentlichtDas IRM ist das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Für Drive Awake zählen zwei Bereiche: die Verkehrsmedizin, die die Fahreignung beurteilt, und die forensische Pharmakologie und Toxikologie, wo die Forschung zu Markern der Schläfrigkeit entsteht. Unser Ansprechpartner ist die Gruppe von Prof. Dr. Thomas Kramer.
Sie suchen objektive biologische Marker des Schlafentzugs. Die Frage ist zugleich einfach und schwierig: Lässt sich Schläfrigkeit in einer Körperflüssigkeit messen, so wie man bereits Alkohol misst? Ihre aktuelle Studie versucht das anhand des Speichels, mit Massenspektrometrie und maschinellem Lernen.
Ein Fingerabdruck der Schläfrigkeit
In der Studie hinterlässt eine schlaflose Nacht im Speichel einen erkennbaren metabolischen Fingerabdruck: ein erster direkter Marker des Schlafentzugs unter realistischen Bedingungen. Es ist ein Proof of Concept, noch kein Test für die Strasse - Stichprobe von 20 jungen Männern, Ergebnisse zu bestätigen. Aber die Richtung ist die von Drive Awake: Was sich messen lässt, lässt sich verhüten. Die interaktive Vertiefung der Studie befindet sich im Hub Wissenschaft.
Das IRM bringt die objektive Messung und den forensischen Blick. Drive Awake nutzt diesen Blick zur Prävention, nicht zur Anklage: forensische Wissenschaft als Mittel der Vorbeugung, nicht der Schuld. Gleiche Richtung: verstehen statt verurteilen.
IRM - Institut für Rechtsmedizin, Universität Zürich - irm.uzh.ch
Studie: Journal of Proteome Research, 2026 - DOI 10.1021/acs.jproteome.5c01064